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Hansestadt Wismar
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Die Hansestadt Wismar liegt direkt an der Ostsee, eingebettet in eine traumhafte Landschaft zwischen Lübeck und Rostock. Sie ist heute die zweitgrößte Hafenstadt Mecklenburg-Vorpommerns mit rund 50000 Einwohnern. Die Stadt wurde ca. 1229 erstmals urkundlich erwähnt. Jahre der Blüte und des Reichtums aber auch Zeiten bitterster Not prägen die wechselvolle Geschichte. Von 1648 bis 1803 stand Wismar unter schwedischer Herrschaft.
Die Schönheit der Stadt bezaubert durch ihre sehenswerte historische Altstadt. Mehr als 300 Einzeldenkmale zieren einen der best erhaltenen und unter Denkmalsschutz stehenden Stadtkerne aus dem Mittelalter.
Der ca. 100m mal 100 m große Wismarer Marktplatz zählt zu den größten Norddeutschlands. An der Nordseite des Marktplatzes befindet sich das klassizistische Rathaus. Interessant ist nicht nur das Äußere des Gebäudes. Der liebevoll restaurierte Rathauskeller mit seinen gotischen Stilelementen (Kreuzrippengewölbe) beherbergt die Daueraustellung "Bilder einer Stadt". Restaurants, Cafés und ein Hotel begrenzen die Ost- und Westseite.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE An der Ostseite steht das älteste Bürgerhaus der Stadt (1380). An die schwedische Besetzung erinnert dessen Name "Alter Schwede". Heute lädt das Haus mit dem gotischen Backsteingiebel zum genüßlichen Verweilen ein. Die Südseite des Platzes begrenzen ehemalige Bürgerhäuser. In der Südostecke des Marktplatzes fällt einem ein pavillonartiger Bau auf. Das ist die Wasserkunst (1602). Das Bauwerk im Stil der Renaissance diente bis 1897 der Trinkwasserversorgung der Stadt. Holzrohre leiteten das Quellwasser aus dem nahegelegenen Metelsdorf zum Markt. Wenn man sich nun in westlicher Richtung bewegt, gelangt man zum Stadthaus (1858) . Einst war hier die Stadtwache untergebracht. Heute unterstützt Sie hier die Wismar-Information mit Rat und Tat, wenn Sie Informationen über die Hansestadt suchen. Unmittelbar vor dem Stadthaus stehen zwei Bäume, die sogenannten Gerichtslinden.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Vom Marktplatz aus ist der 80 m hohe Marienkirchturm zu sehen. Das Kirchenschiff der St. Marienkirche wurde im April 1945 durch Luftminen beschädigt und 1960 gesprengt. Fast in unmittelbarer Nähe des Marienkirchplatzes befindet sich der sogenannte Fürstenhof (1553/54). Das heutige Gerichtsgebäude ist durch die italienische Renaissance geprägt. Auffällig sind die interessanten Details an der Vorderfront. Sowohl die halbplastischen Figuren aus Terrakotta und Kalksandstein als auch das reichlich verzierte Durchgangsportal zeugen von höchster Baukunst.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Wenige Schritte weiter westlich steht man unmittelbar vor der gewaltigen St.-Georgen-Kirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die gotische Backsteinkirche stark zerstört. Nach Jahren des Verfalls wird die St.-Georgen- Kirche seit 1990 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz wieder aufgebaut wird. In der Lübschen Straße, nördlich der St.-Georgen-Kirche, befindet sich die eher schlicht gehaltene Heilig-Geist-Kirche (17. Jh.). Die bemalte Holzdecke aus dem Jahre 1687 ist etwas Besonderes in dieser gotischen Saalkirche.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Besonders schön ist ein Blick in den Hof des Kirchenensembles. In dem von Fachwerk-gebäuden umgebenen idyllischen Garten finden in den Sommermonaten Konzerte, Theater- und Ballettaufführungen der hier ansässigen Musikschule statt. Das Portal zum Hof trägt eine Inschrift, die an die einstige Ingenieur-
akademie erinnert. Es ist die Wurzel der über hundertjährigen Ingenieurausbildung in Wismar. Aus ihr hat sich die Hochschule Wismar, die größte Fachhochschule des Landes Meck-
lenburg-Vorpommern entwickelt.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Von der Heilig-Geist-Kirche sind es noch etwa 500 m bis zum Alten Hafen. Wen dieses maritime Ambiente nicht persönlich fasziniert, der war wahrscheinlich niemals hier.
Salzwasser, Möwen und Wind, die Fischer mit ihren Booten, Fahrgastschiffe und Händler, Restaurants, Cafés und Hotels sowie das reizvolle Gebäudeensemble rund um den Lohberg bestimmen die Erinnerungen zahlreicher Touristen.
Bildurheber: RG-WEBSERVICE Das Wassertor gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen wie auch das Baumhaus mit den beiden Schweden-
köpfen.
Eine im 13. Jahrhundert künstlich geschaffene Verbindung zwischen dem Schweriner See und der Ostsee ist die "Frische Grube";. Sie diente im Mittelalter der Wasserversorgung der Stadt. Folgt man dem Verlauf der Frischen Grube vom Alten Hafen in südlicher Richtung, kommt am Ziegenmarkt vorbei und gelangt nach einem ca. 500 m langen romantischen Fußweg zur St.-Nikolai-Kirche. St. Nikolai, der Patron der Schiffer und Fahrensleute ist in der ab 1381 neu erbauten bzw. überbauten Stadtpfarrkirche gegenwärtig.
Das Mittelschiff der Kirche ist 37 m hoch und somit eines der größten in Norddeutschland. Von der St.-Nikolai-Kirche sind es nur noch wenige Schritte über die
Schweinsbrücke der Frischen Grube, um sich im Museum mit der Geschichte der Hansestadt auseinandersetzen zu können. Das Museum ist in einem bürgerlichen Renaissancebau (1571) untergebracht, dessen Auftraggeber Heinrich Schabbell war. Deshalb spricht man häufig vom
Schabbellhaus. Gezeigt werden hier auch thematische Wechselausstellungen.
Seit kurzem wird die Silhouette der Stadt durch die große Halle der Aker MTW-Werft geprägt. Die
Werft gehört zu den modernsten Kompaktwerften der Welt und befindet sich westlich vom Alten Hafen.
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Quellenangabe:
Herr Glöde - MeckPomm
