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St. Georgen zu Wismar
St. Georgen zu Wismar
Bildurheber: RG-Webservice Zwischen 1260 und 1270 entstand an der heutigen Stelle die erste Kirche. Reste davon sind noch im Chormauerwerk erhalten
geblieben. Die damalige Kirche war wohl eine dreischiffige Hallenkirche mit 5 Jochen und einem einschiffigen Chor. Vermutlich hatte das Gebäude einen Westturm. In der Zeit der Gotik, um 1315 wurde eine Basilika mit offenem Strebewerk geplant. Dieser Neubau wurde nie vollendet.
Um 1404 wurde der Grundstein für den heutigen Bau gelegt.
Innenansicht St. Georgen zu Wismar
Bildurheber: RG-Webservice Als Vorbild diente sicherlich die Rostocker Marienkirche. Der Grundriss ist kreuzförmig, das Querhaus ist weit ausladend. Seitenschiffe, wie bei der Marienkirche in Rostock, waren nicht geplant.
Man begann im Westen - der Westturm entstand. Der schon im Osten bestehende hochgotische Chor wurde mit eingefügt. Ein großer Chor war in den Plänen vorgesehen, wurde aus wirtschaftlichen Gründen, nicht umgesetzt.
St. Georgen zu Wismar
Bildurheber: RG-Webservice 1544 hatte man die Mittel, um im Turm eine kleine Glockenstube einzurichten. Größere, teurere Ideen ließen sich nicht mehr umsetzen. Lange Zeit wurde nichts Größeres mehr am Bau der St.Georgen Kirche verändert.
Bekannte Baumeister, die hier wirkten, waren Hans Martens und Hermann von Münster.
Ein Großteil der Wände und auch die Gewölbe in den Seitenschiffen wurden vom Ratsmaurermeister von Münster erstellt.
Martens schuf u.a. die Gewölbe in den Querhäusern und im Hochschiff.
St. Georgen zu Wismar
Bildurheber: RG-Webservice 250 Jahre mittelalterliche Baugeschichte hat die St.Georgen Kirche zu bieten. An ihr kann man die Blüte und den Niedergang der mittelalterlichen Hansestadt ablesen. Die St.Georgen Kirche zu Wismar ist ein bedeutendes Denkmal dieser Epoche. Leider wurde dieses beeindruckende Zeugnis in der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 durch Bomben schwer getroffen. Damals wurden die schweren Schäden leider nicht behoben. Die Kirche wurde von 1945 bis 1990 ihrem Verfall überlassen.
St. Georgen zu Wismar
Bildurheber: RG-Webservice Vom Schmuckstück der Stadt Wismar zur trostlosen Ruine. Ein tragischer Unfall im Jahre 1990, bei dem ein Kind durch herabstürzende Gebäudeteile schwer verletzt wurde, gab den Ausschlag. Sicherung und Wiederaufbau wurden ins Auge gefasst. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte Mittel zur Sicherung der Ruine zur Verfügung. Die St.Georgen Kirche zu Wismar wurde das erste Förderungsprojekt der Stiftung in den neuen Bundesländern.
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Schon heute haben erhebliche Geldspenden dazu beigetragen, dass alle Gebäudeteile, außer der Turm, dachgedeckt sind. Sämtliche Fenster sind verglast. Und so geht der Wiederaufbau weiter.
Die Kirche kann heute schon für kulturelle und kirchliche Veranstaltungen genutzt werden.
Weitere Informationen
Quellenangabe:
Herr Glöde - MeckPomm
